Vorstand

 

Dr. rer. nat. Sebastian Pflugbeil (Präsident)
arbeitete bis zur Wende als Medizinphysiker im Zentralinstitut für Herz-Kreislauf-Forschung der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Buch und befasste sich ehrenamtlich mit Problemen der Atomenergieverwertung, insbesondere den Strahlenfolgen in den Uranbergwerken der Wismut. Er war Mitbegründer der DDR-Bürgerbewegung Neues Forum und vertrat dieses als Sprecher am Berliner und am Zentralen Runden Tisch. 1990 wurde er Minister ohne Geschäftsbereich in der Übergangsregierung unter Modrow. In dieser Funktion setzte er sich für die sofortige Stilllegung der Atomreaktoren in der DDR ein. Danach war er bis 1995 Abgeordneter im Berliner Stadtparlament. 2012 erhielt er den Nuclear-Free Future Award für sein Lebenswerk.

Pflugbeil.KvT@t-online.de

 

Prof. Dr. rer. nat. Inge Schmitz-Feuerhake (Vizepräsidentin)

arbeitete bis zur Pensionierung als Hochschullehrerin für Physik an der Universität Bremen und befasste sich in Forschung und Lehre mit der Dosimetrie ionisierender Strahlung und den gesundheitlichen Folgen der Radioaktivität. Sie war Mitglied in mehreren offiziell bestellten Kommissionen zur Aufklärung der beim Atomkraftwerk Krümmel aufgetretenen Leukämiefälle in der Bevölkerung. 2003 erhielt sie den Nuclear-Free Future Award für ihr Lebenswerk. Sie ist Vorsitzende des European Committee on Radiation Risk ECRR, einer antinuklearen wissenschaftlichen Kritikergruppe.

ingesf@uni-bremen.de

 

Dipl.-Ing. Thomas Dersee (Schatzmeister)

gründete nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 in Berlin mit Kollegen eine unabhängige Strahlenmessstelle, an die sich misstrauische Bürger wenden konnten, und veröffentlichte regelmäßige Berichte über Kontaminationen von Nahrungsmitteln und Umwelt. Seit 1987 gibt er die kritische Monatszeitschrift Strahlentelex heraus. Für diese erhielt er den Umweltpreis für JournalistInnen des Jahres 2006 der Deutschen Umweltstiftung.

thomasdersee@strahlentelex.de

 

Prof. Dr. med. Jürg Ulrich

ist Neuropathologe und arbeitete bis zur Emeritierung im Universitätsspital Basel. Danach wandte er sich einer intensiven Beschäftigung mit osteuropäischer Geschichte zu und befasste sich in diesem Zusammenhang auch mit den atomaren Zwischenfällen in der UdSSR und deren biologischen, medizinischen und ökonomischen Konsequenzen.

Juerg.Ulrich@unibas.ch
 

Dipl.-Phys. Roland Wolff
aus Bremen hat ein berufsbegleitendes Studium "Medizinische Physik" in Berlin absolviert und arbeitet als Medizinphysiker im Bereich Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Die Reaktorunfälle in Harrisburg (Three Mile Island) 1979 und in Tschernobyl 1986 weckten sein Interesse an der Kerntechnik und ihren gesundheitlichen Auswirkungen. Er befasst sich insbesondere mit dem Strahlenschutzrecht und der Optimierung des Strahlenschutzes in der Medizin. Er ist Sachverständiger für Strahlenschutz, Medizinphysik und Strahlenphysik, geprüft und zertifiziert durch den Deutschen Gutachter und Sachverständigen Verband e.V.

roland_wolff@gmx.de
 

Frühere Präsidenten:

 

1995-1999
Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Köhnlein 
 
1990-1995
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Edmund Lengfelder