Aktuelles


Strahleninduzierter Hodenkrebs wurde schon früh von Horst Kuni als Berufskrankheit beschrieben, eine aktuelle Übersicht in der Zeitschrift umwelt medizin gesellschaft, siehe Download.

Hodenkrebs durch ionis. Strahlen
Von H. Kuni u. I. Schmitz-Feuerhake 2022
Radiogener_Hodenkrebs_UMG_1-2022.pdf (115.48KB)
Hodenkrebs durch ionis. Strahlen
Von H. Kuni u. I. Schmitz-Feuerhake 2022
Radiogener_Hodenkrebs_UMG_1-2022.pdf (115.48KB)


Neue Arbeit zu strahleninduzierten Non-Hodgkin-Lymphomen einschließlich Chronisch lymphatischer Leukämie bei Arbeitnehmern im Springer-Verlag erschienen, siehe Download.

Non-Hodgkin-Lymphome
Von I. Schmitz-Feuerhake u.a.
Schmitz-F et al_NHL_Radiation_2021.pdf (613.86KB)
Non-Hodgkin-Lymphome
Von I. Schmitz-Feuerhake u.a.
Schmitz-F et al_NHL_Radiation_2021.pdf (613.86KB)


NEU: das Informationsblatt Ronneburger Strahlentelex

Unser Mitglied Thomas Dersee musste im Jahr 2018 aus persönlichen Gründen die von ihm herausgegebene Zeitschrift Strahlentelex einstellen. Diese war seit 1987 eine sehr wichtige Informationsquelle für die Antiatombewegung und für den kritischen Strahlenschutz in der Medizin. Der Kirchliche Umweltkreis Ronneburg (Thüringen) hat sich entschlossen, in Würdigung der Verdienste durch die Namensgebung und zur notwendigen Fortsetzung der Aufgaben ein „Ronneburger Strahlentelex“ in digitaler Form herauszugeben, das vierteljährlich erscheinen soll.


Der Kirchliche Umweltkreis Ronneburg hatte sich 1988 in der DDR gegründet, um sich unabhängig von Staatsorganen mit Problemen des Umweltschutzes zu befassen. Es bestand seitdem ein ununterbrochener Kontakt mit westdeutschen NGOs.


Die erste Ausgabe ist am 25.6.2021 erschienen. Sie und die weiteren können abgerufen werden auf der Internetseite der Evgl.-Luther. Kirchengemeinde Ronneburg unter www.kirchengemeinde-ronneburg.de. Ebenfalls erhältlich ist eine (druck)kostengünstige Print-Ausgabe ISSN 2749-8417.


Nachruf
Am 22. Juli 2021 verstarb unser früherer Präsident und langjähriges Mitglied Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein (Münster). Er gehörte zu den wenigen etablierten Hochschullehrern, die sich vor dem Atomausstieg in Forschung und Lehre gegen die Nutzung der Atomenergie verwendeten und die öffentliche Verharmlosung von Strahlenschäden. Eine Würdigung seiner Verdienste siehe Download.

Nachruf Wolfgang Köhnlein
Von I. Schmitz-Feuerhake und H. Kuni 2021
Nachruf Köhnlein für GSS.pdf (192.95KB)
Nachruf Wolfgang Köhnlein
Von I. Schmitz-Feuerhake und H. Kuni 2021
Nachruf Köhnlein für GSS.pdf (192.95KB)


Erhöhte Krebsraten bei beruflich strahlenexponierten Arbeitnehmern treten auch innerhalb der zulässigen Dosisgrenzwerte auf. Eine Chance zur Anerkennung als Berufskrankheit besteht nicht. In der Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft wird über die Gründe berichtet. Siehe Download, Strahlenfolgen im Beruf - Erfahrungsbericht:

Strahlenfolgen im Beruf
Erfahrungsbericht 2021
Berufskrankheiten UMG 5-2021.pdf (266.94KB)
Strahlenfolgen im Beruf
Erfahrungsbericht 2021
Berufskrankheiten UMG 5-2021.pdf (266.94KB)


Nachtrag zu Kinderkrebs nach CT
In Großbritannien hatten Pearce u.a. 2012 Leukämie u. Hirntumore nach (Röntgen-) Computertomographie (CT) gefunden. Um auszuschließen, dass die Patienten auch ohne CT daran erkrankt wären, wurden derartige Kandidaten ausgesondert. Strahleninduzierte Fälle zeigten sich dennoch in Abhängigkeit von der Dosis. Untersucht wurde nur bis Alter 21, so dass das gesamte Ausmaß an Strahlenfolgen nicht beurteilt werden kann. Literatur: s. Anhang

CT-Folgen
Berrington de Gonzales u.a.
Berrington de Gonzales CT-Folgen 2016.txt (2.99KB)
CT-Folgen
Berrington de Gonzales u.a.
Berrington de Gonzales CT-Folgen 2016.txt (2.99KB)


Fakenews der UN zum Jahrestag Fukushima, angeblich keine Gesundheitsschäden erkennbar, siehe Stellungnahme:

Jahrestag Fukushima
Stellungnahme GSS
Aufruf zu Fukushima.pdf (10.47KB)
Jahrestag Fukushima
Stellungnahme GSS
Aufruf zu Fukushima.pdf (10.47KB)


Mammographie-Screening gegen Brustkrebs erneut im Zwielicht

Das seit 2005 in Deutschland betriebene Mammographie-Screening wurde wider alle seriösen Bedenken durchgesetzt. Eine Studie aus Australien von R. Burton und C. Stevenson an 76630 Frauen mit Brustkrebs hat 2020 ergeben, dass keine Senkung der Mortalität an Brustkrebs durch das dortige Screening festzustellen ist. Dieses deckt sich mit Angaben des Robert Koch Instituts für Deutschland im Jahr 2016. Die Gesellschaft für Strahlenschutz hat im Zusammenhang mit der neuen Strahlenschutzverordnung eine Einstellung des Screenings gefordert. Siehe Download:

Mammographie-Screening
Stellungnahme
GSS Röntgenfrüherkennung 2018.pdf (351.67KB)
Mammographie-Screening
Stellungnahme
GSS Röntgenfrüherkennung 2018.pdf (351.67KB)


Eine russisch-amerikanische Forschergruppe hat genetische Strahlenschäden - die es nach offizieller Darstellung nicht gibt - bei Kindern in tschernobylbelasteten Gebieten von Russland festgestellt. Download:

Genetic Effects after Chernobyl
A. Korsakov et al.
De novo malformations 2020.pdf (2.06MB)
Genetic Effects after Chernobyl
A. Korsakov et al.
De novo malformations 2020.pdf (2.06MB)


Über Niedriges Geburtsgewicht nach Fukushima wurde eine wissenschaftliche Arbeit unseres Mitglieds Dr. Hagen Scherb publiziert (zusammen mit K. Hayashi). Eine Zusammenfassung ist als Download angefügt.

Fukushima 2020
Zusammenfassung
Scherb-2020.pdf (121.89KB)
Fukushima 2020
Zusammenfassung
Scherb-2020.pdf (121.89KB)


Wen kümmern die Opfer des Uranbergbaus in Deutschland...

Tausende Bergarbeiter der SDAG Wismut in Thüringen und Sachsen bekamen Krebs, Lungenfibrose und andere schwerwiegende Krankheiten. Da keine Daten zu den individuellen Strahlenbelastungen vorlagen, wurden nach der Wende Ersatzdosisbestimmungen vorgenommen. Dass diese mit großen Unsicherheiten behaftet sind, die großenteils zum Nachteil der Be-troffenen von den Berufsgenossenschaften eingesetzt wurden und werden, hat der Chemiker und Gewerkschafter Dr. Gerd Georg Eigenwillig in seinem neu aufgelegten Bericht beschrieben: Der Uranerzbergbau im Erzgebirge – die dadurch bedingten Strahlenexpositionen und Erkrankungen der Bergleute. Eine kritische Bewertung 3.Aufl. 240 S., Frankfurt am Main, 31.01.2020, ISBN 978-3-00-064615-7. Der Bericht kann v. Autor für 20,40 EUR + Versandk. bezogen werden, Adresse: Hans-Thoma-Str.19, 60596 Frankfurt am Main. Die Zusammenfassung der Arbeit s. Download:

Uranerzbergbau
Von G.G. Eigenwillig
Eigenwillig-Zusammenfassung.pdf (1.37MB)
Uranerzbergbau
Von G.G. Eigenwillig
Eigenwillig-Zusammenfassung.pdf (1.37MB)


Krebsfälle beim Rückbau in der Kerntechnik in Deutschland

In Deutschland sind drei Neuerkrankungsfälle von Non-Hodgkin-Lymphomen bei Arbeitern, die im Rückbau kerntechnischer Anlagen beschäftigt waren, aufgetreten. Darüber berichtet das Zentralblatt für Arbeitsmedizin im März auf seinem Online-Portal:
Frentzel-Beyme, R., Schmitz-Feuerhake, I. & Wolff, R. Non-Hodgkin-Lymphome bei strahlenexponierten Arbeitnehmern. Zbl Arbeitsmed (2020). https://doi.org/10.1007/s40664-020-00391-w

Die aktuellen Befunde über strahleninduzierte Fehlbildungen in Deutschland werden dargestellt in einer Publikation von 2020, siehe Download:

Congenital Malformations
Von I. Schmitz-Feuerhake 2020
Schmitz-F_Malformations2020.pdf (283.66KB)
Congenital Malformations
Von I. Schmitz-Feuerhake 2020
Schmitz-F_Malformations2020.pdf (283.66KB)

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) berichtet über strahlenbedingte Fehlbildungen bei Neugeborenen in Deutschland und ruft zu besserer Vorsorge auf, zum Download: 

Aufruf zum Thema Fehlbildungen
BUND 2019
BUND_Aufruf_Fehlbildungen_2019.pdf (238.12KB)
Aufruf zum Thema Fehlbildungen
BUND 2019
BUND_Aufruf_Fehlbildungen_2019.pdf (238.12KB)

Auf der Atommüllkonferenz im September 2019 hat Inge Schmitz-Feuerhake einen Bericht über die Niederdosiskontroverse im Strahlenschutz, insbesondere in Deutschland vorgelegt (18 S.), zum Download:

Neues Strahlenschutzgesetz
I. Schmitz-Feuerhake 2019
Schmitz-F_Überholte Konzepte_2019_1.pdf (401.63KB)
Neues Strahlenschutzgesetz
I. Schmitz-Feuerhake 2019
Schmitz-F_Überholte Konzepte_2019_1.pdf (401.63KB)


Auch in Deutschland Krebs bei Kindern nach CT

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) hatte im März 2017 in einer Stellungnahme zum neuen Strahlenschutzgesetz u.a. darauf hingewiesen, dass in Studien aus Großbritannien (Pearce et al. 2012) und Australien (Matthews et al. 2013) bei Kindern ein hohes relatives Risiko für Krebserkrankungen in Folge von CT-Scans feststellbar war. Ein solches Ergebnis liegt auch für deutsche Kinder vor (Krille et al. 2015, 2017), das sich allerdings durch die Art der Darstellung nur schwer erschließt, siehe dazu beigefügten Kommentar: 

Kinderkrebs nach CT
Inge Schmitz-Feuerhake 2019

Anstieg der perinatalen Sterblichkeit in Japan nach Fukushima

Der Mathematiker Hagen Scherb und die japanischen Ärzte Kuniyoshi Mori und Keiji Hayashi haben in der Zeitschrift „Medicine (Baltimore)“ im September 2016 eine Zunahme der perinatalen Sterblichkeit nach den Reaktorunfällen in Japan des Jahres 2011 dokumentiert. In einem „Letter to the Editor“ an das „Journal of Radiological Protection“ im Mai 2019 wurden die ursprünglichen Befunde bis zum Jahr 2014 für die Jahre 2015-2017 fortgeschrieben und aktualisiert. In Japan sind von 2012 bis 2017 aufgrund dieser Analysen etwa 1100 zusätzliche perinatale Todesfälle zu verzeichnen. Sehen Sie hier den "Letter":

Perinatale Sterblichkeit
Von H. Scherb 2019
Letter.pdf [496.7 KB]


Atomenergie und ihre Folgen - Herausforderungen für künftige Generationen

Bildungsmaterialien über die Folgen der Atomenergienutzung und die Herausforderungen einer sicheren Lagerung von Atommüll werden vom Verbund Atommüllreport und der BUNDjugend bereitgestellt. Sie sind modular aufgebaut und orientieren sich am Schulunterricht Sekundarstufe I und II (ab Jahrgangsstufe 9/10). Sie sind für den Einsatz in gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Fächern, aber auch für Projektarbeit und Erwachsenenbildung geeignet.
Kostenloser Download unter www.atommuellreport.de


Nachweis strahleninduzierter Mutationen bei den Nachkommen von Radarsoldaten

Nicht nur bei Soldaten, die während des Kalten Krieges in Radaranlagen gearbeitet hatten, traten Strahlenschäden auf, sondern auch bei ihren Nachkommen. Dies hat eine Forschergruppe aus Berlin und Bonn durch Genanalysen bei Eltern und Kindern festgestellt (Holtgrewe et al., Sci. Rep. 8, 2018). Als Verursacher muss man Röntgenstörstrahlung und radioaktive Leuchtfarbe ansehen. Die verwendete Methodik ist geeignet, die derzeitige Lehrmeinung über ein vernachlässigbares genetisches Strahlenrisiko zu widerlegen. Ein Bericht von Mitautoren der Studie siehe anbei.